So läuft die SKS-Prüfung ab
Der Weg zum Sportküstenschifferschein auf einen Blick
Der Sportküstenschifferschein (SKS) berechtigt zum Führen von Segel- und Motoryachten in Küstengewässern. Der Weg dahin führt über drei Stationen: den bereits vorhandenen Sportbootführerschein See (SBF See), die SKS-Theorieprüfung und die SKS-Praxisprüfung. Theorie und Praxis kannst du in beliebiger Reihenfolge ablegen, musst beide aber innerhalb von 24 Monaten abschließen.
Was du vor der SKS-Prüfung schon mitbringen musst
Ohne den Sportbootführerschein See (SBF See) geht es nicht – er ist Voraussetzung für die Zulassung zur SKS. Außerdem verlangt die Prüfungsordnung 300 Seemeilen Erfahrung auf Yachten in Küstengewässern, bevor du zur praktischen SKS-Prüfung antreten kannst. Diese Meilen sammelst du typischerweise auf Törns oder bei einer Segelschule, während du parallel für die Theorie lernst.
Wo du die Prüfung ablegst
Abgenommen werden Theorie- und Praxisprüfung von regionalen Prüfungsausschüssen. Bei dem für dich passenden Ausschuss meldest du dich zur Prüfung an. Eine Übersicht nach Region gibt es auf der Seite Prüfungsausschüsse auf sportbootfuehrerscheine.org.
So läuft die SKS-Theorieprüfung ab
Die Theorieprüfung besteht aus einem Fragebogen mit 30 Fragen in 90 Minuten, aufgeteilt auf Navigation (9), Schifffahrtsrecht (7), Wetterkunde (5) und Seemannschaft (9).
SKS Lotse bereitet dich mit dem kompletten amtlichen Fragenkatalog auf genau diesen Fragebogen vor – mit Originalfragen und amtlichen Antworten.
Die Karten- und Gezeitenaufgabe
Zusätzlich zum Fragebogen gehört eine separate Karten- und Gezeitenaufgabe zur Theorieprüfung: Auf einer Seekarte bestimmst du mit Kursdreieck und Zirkel Kurse, Distanzen und Gezeitenzeiten – in weiteren 90 Minuten, getrennt vom Fragebogen bewertet.
Bei SKS Lotse übst du die amtlichen Kartenaufgaben der WSV Aufgabe für Aufgabe, mit amtlicher Lösung und Herleitung – kostenlos, auch ohne Anmeldung. Die Handhabung von Kursdreieck und Zirkel übst du zusätzlich am besten mit einer echten Seekarte, zum Beispiel im Vorbereitungskurs einer Segelschule.
So läuft die SKS-Praxisprüfung ab
Bei der praktischen Prüfung zeigst du auf einer Segelyacht in Küstengewässern, dass du Manöver, Navigation und Seemannschaft sicher beherrschst. Sie dauert maximal 30 Minuten pro Prüfling.
SKS Lotse deckt ausschließlich die Theorie ab – die praktische Ausbildung und Prüfung holst du dir bei einer Segelschule oder einem erfahrenen Skipper.
Praxis und Charter: eine Empfehlung
Für die praktische Seite: Die Segelschule Altwarp am Stettiner Haff bietet Segelkurse an und vermietet Boote zum Chartern. Ich habe dort selbst für einen Tag die „Froukje“ gechartert und kann das als tolles Erlebnis weiterempfehlen.
Auf dem Haff gilt die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung – hier wird ernsthaft navigiert. Was im Lehrbuch nur Theorie ist, ist auf dem Haff Alltag:
- Betonnung live: laterale Tonnen, Kardinalzeichen und Fahrwasser zwischen Ueckermünde, Usedom und Polen.
- Flachwasser-Navigation: Tiefen von 3 bis 5 Metern, versandende Bereiche und enge betonnte Rinnen – genau das, was den SKS ausmacht.
- Seeschifffahrtsstraße: Fahrt bis ins polnische Haff, Navigation mit Seekarten, Kursen, Peilungen und Tonnenstrich.

Warum sich der SKS lohnt
Für private Skipper ist der SKS gesetzlich nicht vorgeschrieben – außerhalb der SBF-See-pflichtigen Zone brauchst du zum Fahren an sich keinen Schein. Vorgeschrieben ist er nur für die gewerbliche Nutzung von Sportbooten in Küstengewässern.
Willst du privat eine Segelyacht chartern, kommst du trotzdem kaum an ihm vorbei: Viele Vercharterer verlangen den SKS als Befähigungsnachweis, bevor sie dir eine Yacht anvertrauen.
Kurz beantwortet
Wie läuft die SKS-Theorieprüfung ab?
Der Fragebogen hat 30 Fragen in 90 Minuten: 9 zur Navigation, 7 zum Schifffahrtsrecht, 5 zur Wetterkunde und 9 zur Seemannschaft. Dazu kommt eine separate Karten- und Gezeitenaufgabe, die in weiteren 90 Minuten bearbeitet und getrennt bewertet wird.
Was brauche ich, um zur SKS-Prüfung zugelassen zu werden?
Voraussetzung ist der Sportbootführerschein See (SBF See). Für die praktische SKS-Prüfung verlangt die Prüfungsordnung außerdem 300 Seemeilen Erfahrung auf Yachten in Küstengewässern.
In welcher Reihenfolge und Frist legt man Theorie und Praxis ab?
Die Reihenfolge ist beliebig, beide Teile müssen aber innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein.
Wie lange dauert die praktische SKS-Prüfung?
Höchstens 30 Minuten pro Prüfling, auf einer Segelyacht in Küstengewässern, mit Manövern, Navigation und Seemannschaft.
Brauche ich den SKS als privater Skipper?
Gesetzlich vorgeschrieben ist er nur für die gewerbliche Nutzung von Sportbooten in Küstengewässern. Privat wird er trotzdem oft verlangt, denn viele Vercharterer fordern den SKS als Befähigungsnachweis.
Was heißt gewerbliche Nutzung beim SKS?
Gewerblich fährst du, wenn du deine Dienste als Skipper öffentlich und regelmäßig gegen Bezahlung anbietest und dabei in Küstengewässern unterwegs bist, also bis 12 Seemeilen vor der Festlandküste. Typisch ist das, wenn du als Charterskipper gebucht wirst und eine fremde Crew fährst, wenn du als Skipper für einen Veranstalter fährst oder wenn du gegen Geld ausbildest. Auch Überführungen gegen Bezahlung gehören dazu, wenn du sie regelmäßig anbietest. Segelst du mit Freunden oder Familie und bekommst dafür nichts, ist das privat.
Auf die SKS-Theorieprüfung vorbereiten mit SKS Lotse
SKS Lotse deckt den kompletten amtlichen Fragenkatalog für die SKS-Theorieprüfung ab – mit Originalfragen, amtlichen Antworten und einer Probeprüfung unter realistischen Bedingungen. Leg direkt los und lerne kostenlos für deine Theorieprüfung.