Sicherheit, Seetüchtigkeit & Notfälle

Seemannschaft

Frage 1 von 33

Was bedeutet der Begriff "Kategorie" im Zusammenhang mit dem CE-Zeichen für Wassersportfahrzeuge?

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  • Nr. 5Was bedeutet der Begriff "Kategorie" im Zusammenhang mit dem CE-Zeichen für Wassersportfahrzeuge?

    Amtliche Antwort

    Mit der Kategorie legt der Hersteller fest, in welchem Fahrgebiet, bis zu welcher Windstärke und bis zu welcher charakteristischen Wellenhöhe das Fahrzeug sicher betrieben werden kann.

  • Nr. 6Welche Kategorien können im Zusammenhang mit dem CE-Zeichen für Wassersportfahrzeuge vergeben werden?

    Amtliche Antwort

    1. A Hochsee, 2. B Außerhalb von Küstengewässern, 3. C Küstennahe Gewässer, 4. D Geschützte Gewässer .

  • Nr. 7Was bedeutet die im Zusammenhang mit dem CE-Zeichen für Wassersportfahrzeuge angegebene Kategorie "B Außerhalb von Küstengewässern"?

    Amtliche Antwort

    Das Fahrzeug ist ausgelegt für Fahrten außerhalb von Küstengewässern, in denen Windstärken bis einschließlich 8 Bft und signifikante Wellenhöhen bis einschließlich 4 m auftreten können.

  • Nr. 12Wo finden Sie amtliche Informationen über die Ausrüstung und Sicherheit von Sportbooten, die auch bei der Beurteilung von Sportbootunfällen herangezogen werden?

    Amtliche Antwort

    1. "Sicherheit im See- und Küstenbereich, Sorgfaltsregeln für Wassersportler", herausgegeben vom BSH, 2. "Sicherheit auf dem Wasser, Leitfaden für Wassersportler", herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

  • Nr. 14Warum ist Flüssiggas (Propan, Butan) an Bord einer Yacht besonders gefährlich?

    Amtliche Antwort

    Es ist schwerer als Luft, sinkt nach unten und bildet mit Luft ein explosives Gemisch; es kann sich im Schiffsinneren (z. B. in der Bilge) sammeln.

  • Nr. 17Was versteht man unter der "Stabilität" eines Schiffes?

    Amtliche Antwort

    Unter Stabilität eines Schiffes versteht man seine Eigenschaft, in aufrechter Lage zu schwimmen und sich aus einer Krängung wieder aufzurichten.

  • Nr. 18Wovon hängt die Stabilität eines Schiffes in ruhigem Wasser ab? Nennen Sie Beispiele für äußere Momente, welche die Stabilität beanspruchen.

    Amtliche Antwort

    Die Stabilität eines Schiffes hängt ab von: 1. seiner Geometrie (Form), 2. der Gewichtsverteilung im Schiff (Ausrüstung, Crew, Ballast). Beispiele für eine Beanspruchung der Stabilität sind krängende Momente durch Seitenwind, Trossenzug oder Drehkreisfahrt bei schnellen Motoryachten.

  • Nr. 19Wovon hängt eine in ruhigem Wasser vorhandene Stabilität zusätzlich in schwerem Wetter ab?

    Amtliche Antwort

    Die Stabilität in schwerem Wetter hängt zusätzlich von Wind und Seegang, besonders von brechenden Wellen ab.

  • Nr. 20Was versteht man unter 1. Formschwerpunkt (F)? 2. Massenschwerpunkt (Gewichtsschwerpunkt, G)? Welche Kräfte wirken in den beiden Punkten?

    Amtliche Antwort

    1. Im Formschwerpunkt F kann man sich die Masse des vom Schiff verdrängten Wassers vereinigt denken. In F wirkt die Auftriebskraft senkrecht zur Wasseroberfläche nach oben. 2. Im Massenschwerpunkt G kann man sich die Masse des Schiffes einschließlich Ausrüstung und Besatzung vereinigt denken. In G wirkt die Gewichtskraft senkrecht zur Wasseroberfläche nach unten.

  • Nr. 21Was geschieht bei einer Neigung des Schiffes, z. B. durch seitlichen Winddruck, solange sich die Lage des Massenschwerpunktes (Gewichtsschwerpunktes) nicht verändert? (Begründung!)

    Amtliche Antwort

    Der Formschwerpunkt F wandert zur geneigten Seite aus, weil dort ein größerer Teil des Bootskörpers unter Wasser gelangt. Die Wirklinie der Auftriebskraft bekommt dadurch einen seitlichen Abstand zur Wirklinie der Gewichtskraft. Es entsteht ein Kräftepaar, der seitliche Abstand zwischen den Wirklinien ist der Hebelarm. Es entsteht ein aufrichtendes Moment, welches gleich dem Produkt aus Gewichtskraft und Hebelarm ist.

  • Nr. 47Welche Sofortmaßnahmen sind einzuleiten, wenn jemand über Bord gefallen ist?

    Amtliche Antwort

    1. Ruf "Mensch über Bord!" 2. Rettungsmittel zuwerfen, 3. Ausguck halten, Mensch im Auge behalten, 4. Maschine starten, 5. "Mensch-über-Bord-Manöver" einleiten, 6. Notmeldung abgeben, 7. ggf. Markierungsblitzboje werfen, 8. ggf. MOB-Taste eines satellitengestützten Navigationsgerätes drücken, 9. Bergung durchführen.

  • Nr. 48Welche Maßnahmen können gegen das Überbordfallen getroffen werden?

    Amtliche Antwort

    1. Sicherheitsgurte anlegen und einpicken. 2. Anbringen von "Streck-" oder Laufleinen vom Bug zum Heck. 3. Crew auf Befestigungspunkte (Einpickpunkte für Karabinerhaken) hinweisen.

  • Nr. 49Nennen Sie die grundsätzlichen Schritte und ihre Ziele zur Rettung einer über Bord gegangenen Person.

    Amtliche Antwort

    1. Maschine starten, 2. Suche, Herstellung eines Sichtkontaktes zur über Bord gegangenen Person, 3. "Mensch-über-Bord-Manöver", Annäherung an die im Wasser treibende Person und Herstellung einer ersten Leinenverbindung, 4. Bergung, sicheres und schnelles Anbordnehmen der Person, 5. Erste Hilfe, Betreuung, 6. ggf. Notalarm abgeben.

  • Nr. 50Mit welchen Hilfsmitteln können Sie den Bezugspunkt (internationaler Begriff: Datum) für die Suche nach einem Überbordgefallenen sichern?

    Amtliche Antwort

    1. Markierungsblitzboje, 2. MOB-Taste eines satellitengestützten Navigationsgerätes (z. B. GPS).

  • Nr. 51Was gehört u. a. zur Sicherheitsausrüstung z. B. einer 10-m-Yacht? Nennen Sie mindestens 6 Ausrüstungsgegenstände.

    Amtliche Antwort

    1. Lenzpumpen und Pützen, 2. Lecksicherungsmaterial, 3. Feuerlöscher , 4. Werkzeuge und Ersatzteile, 5. Seenotsignalmittel, 6. Handlampen, 7. Funkeinrichtung, 8. Anker , 9. Erste-Hilfe-Ausrüstung, 10. Radarreflektor und 11. Rettungsmittel.

  • Nr. 52Was gehört zur Sicherheitsausrüstung der Besatzung in der Küstenfahrt?

    Amtliche Antwort

    1. Rettungsweste und Sicherheitsgurt (Lifebelt) für jedes Besatzungsmitglied, 2. Rettungsfloß (Rettungsinsel), 3. Rettungskragen mit Tag- und Nachtsignal und 4. Erste-Hilfe-Ausrüstung mit Anleitung.

  • Nr. 53Wie erhalten Sie Kenntnis über das nächste Wartungsdatum eines Rettungsfloßes?

    Amtliche Antwort

    Die runde, auf der Insel klebende farbige Serviceplakette oder das bei der letzten Wartung mitgelieferte Zertifikat geben Auskunft über den nächsten Wartungstermin.

  • Nr. 54Worauf müssen Sie bei Ihren Automatikrettungswesten hinsichtlich der Funktionssicherheit achten?

    Amtliche Antwort

    Auf regelmäßige Wartung. Wartungsfälligkeit erkennbar an der farbigen Serviceplakette.

  • Nr. 55Was ist auf Deck einer Yacht ein Strecktau (auch Laufleine genannt) und wozu dient es?

    Amtliche Antwort

    Ein neben der Fußreling verlaufender Draht, Gurt oder eine starke Leine zwischen Cockpit und Vorschiff straff gespannt zum Einpicken der Sicherheitsleine (Lifebelt).

  • Nr. 56Welche Seenotsignalmittel sollten Sie an Bord haben? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.

    Amtliche Antwort

    1. Handfackeln, rot, 2. Handraketen, rot, 3. Rauchfackeln oder Rauchtopf, orange, 4. Signalpistole mit Munition, 5. Seewasserfärber , 6. Signalflaggen N und C, 7. Signallampe, 8. Seenotfunkboje.

  • Nr. 57Welche Feuerlöscheinrichtungen sollten an Bord vorhanden sein?

    Amtliche Antwort

    1. Feuerlöscher (ABC-Pulverlöscher und eventuell CO₂-Löscher), 2. Pütz zum Löschen von Bränden fester Stoffe, 3. Feuerlöschdecke, 4. Löschdurchlass für geschlossene Motorräume, der das Löschen von Bränden mit CO₂-Löschern ohne Sauerstoffzutritt ermöglicht.

  • Nr. 58Welche Feuerlöscharten sind für Sportboote geeignet? Wie und wo sind sie an Bord unterzubringen?

    Amtliche Antwort

    1. Der ABC-Pulverlöscher, für geschlossene Motorräume der CO₂-Löscher, 2. Der Feuerlöscher muss gebrauchsfertig und leicht erreichbar sein, CO₂-Löscher nicht im Schiffsinneren unterbringen (Erstickungsgefahr bei Leckage). 3. Er soll in der Nähe der Maschinenräume, der Kombüse bzw. der Koch- oder Heizstelle montiert sein.

  • Nr. 59Wie wird die ständige Funktionssicherheit eines Feuerlöschers sichergestellt?

    Amtliche Antwort

    1. Durch Einhaltung des vorgeschriebenen Prüftermins, ersichtlich aus der Prüfplakette. 2. Der Feuerlöscher muss vor Feuchtigkeit und Korrosion geschützt werden.

  • Nr. 60Wie wird ein Brand an Bord wirksam bekämpft?

    Amtliche Antwort

    1. Alle Öffnungen schließen, 2. Brennstoffzufuhr (Hauptschalter) unterbrechen, 3. Feuerlöscher erst am Brandherd betätigen, 4. Feuer von unten und von vorn bekämpfen, 5. Löschdecke einsetzen, 6. Flüssigkeitsbrände nicht mit Wasser bekämpfen.

  • Nr. 67Wie verhalten Sie sich, wenn Ihr Schiff leckgeschlagen ist?

    Amtliche Antwort

    1. Meldung abgeben. 2. Je nach Erfordernissen Fahrt aus dem Schiff nehmen. 3. Lenzpumpen betätigen, Lecksuche, Leck mit Bordmitteln abdichten. 4. Küste bzw. flaches Wasser ansteuern. 5. Fahrzeug so trimmen, dass Leckstelle aus dem Wasser kommt bzw. möglichst wenig unter Wasser ist.

  • Nr. 68Was tun Sie, wenn Ihr Schiff leckgeschlagen ist und das Wasser im Schiff trotz aller Maßnahmen weiter steigt?

    Amtliche Antwort

    1. Notzeichen geben, Funkmeldung abgeben, ggf. Radartransponder einschalten. 2. Verlassen des Bootes vorbereiten, Rettungswesten anlegen, Rettungsfloß klarmachen. 3. Wenn möglich, ruhiges Flachwasser anlaufen und Schiff auf Grund setzen.

  • Nr. 69Welche Folgen können Grundberührungen und harte Stöße, z. B. bei Anlegemanövern oder Kollisionen mit treibenden Gegenständen haben?

    Amtliche Antwort

    1. Eine Beschädigung der Bordwand kann eintreten. 2. Es kann Sinkgefahr entstehen.

  • Nr. 70Welche grundsätzliche Verhaltensweise sollte beachtet und welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, wenn Ihr Schiff in Seenot kommt?

    Amtliche Antwort

    1. Ruhe bewahren und überlegt handeln. 2. Notalarm abgeben, ggf. Radartransponder einschalten. 3. Rettungsfloß klarmachen. 4. Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen. 5. So lange wie möglich an Bord bleiben. 6. Wärmende Kleidung anziehen.

  • Nr. 71Welche Maßnahmen treffen Sie, bevor Sie von Ihrem Fahrzeug in ein Rettungsfloß übersteigen?

    Amtliche Antwort

    1. Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen. 2. Wärmende Kleidung anziehen. 3. Nach Möglichkeit vorher reichlich warme Flüssigkeit trinken. 4. Soweit noch nicht geschehen, Proviant, Wasser, Seenotsignalmittel und ggf. Seenotfunkbake, Radartransponder und UKW- Handsprechfunkgeräte in das Rettungsfloß bringen.

  • Nr. 72Warum sollte ein sinkendes Schiff im Notfall so spät wie möglich verlassen werden?

    Amtliche Antwort

    1. Die Überlebensmöglichkeiten sind auf dem Schiff größer. 2. Ein Schiff ist besser zu orten. 3. Einstieg in das Rettungsfloß und Aufenthalt können sehr schwierig sein.

  • Nr. 73Erklären Sie die Handhabung der Hubschrauberrettungsschlinge im Einsatz!

    Amtliche Antwort

    1. Bei offener Rettungsschlinge: zuerst den Karabinerhaken einpicken. 2. Mit dem Kopf und beiden Armen in die Rettungsschlinge einsteigen. 3. Die Arme müssen nach unten gedrückt werden und die Hände sind zu schließen. 4. Das Windenseil muss frei hängen, es darf nicht an Bord befestigt werden.

  • Nr. 74Wann dürfen Notzeichen gegeben werden?

    Amtliche Antwort

    Nach Feststellung des Notfalls auf Anordnung des Schiffsführers; bei unmittelbarer Gefahr für das Schiff oder die Besatzung, die ohne fremde Hilfe nicht überwunden werden kann.

  • Nr. 75Wann darf ein UKW-Sprechfunkgerät auch ohne entsprechenden Befähigungsnachweis benutzt werden?

    Amtliche Antwort

    In Notfällen.